Die Entstehung des Trianel Windparks Borkum I
| Januar 2008 Das Projekt „Offshore-Windpark Borkum West II“ der Prokon Nord stößt im Gesellschafterkreis der Trianel auf große Resonanz: Trianel und rund 40 Stadtwerke steigen in die Projektentwicklung ein. |
| April 2008 Die Projektgesellschaft, die heutige Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG, wird gegründet. |
| September 2009 Ein Vorvertrag über die Lieferung und Errichtung von 40 Windenergieanlagen „Multibrid M 5000“ wird mit der Multibrid GmbH (später „Areva Wind GmbH“) abgeschlossen. |
| Dezember 2009 Die EU-Kommission wählt das Projekt für das Europäische Energieprogramm zur Konjunkturbelebung (EEPR) aus und sagt eine Förderung von 42,7 Millionen Euro zu. |
| 28. April 2010 Der endgültige Turbinenliefervertrag mit der Multibrid GmbH (ab Juni 2010 AREVA Wind GmbH) wird unterschrieben. |
| Juli 2010 Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT sagt den Anschluss des Windparks an das Stromnetz verbindlich bis Februar 2013 zu. |
| Dezember 2010 Die 34 Gesellschafter fassen den Baubeschluss für die erste Ausbaustufe. Die Projektfinanzierung über rund 550 Millionen Euro wird unterzeichnet, unter anderem mit der Europäischen Investitionsbank. |
| Frühjahr 2011 Vorbereitung und Planung für den geplanten Baubeginn im August 2011 laufen. |
| Juni 2011 Mit dem „Großen Blasenschleier“ werden die Vorbereitungen für den Schutz der Meeressäuger während der Bauphase getroffen. Im BMU-geförderten Forschungsvorhaben HYDROSCHALL-OFF BW II erproben die Hydrotechnik Lübeck GmbH, die BioConsult SH GmbH & Co. KG (Husum) und die itap GmbH (Oldenburg) diese Schallschutztechnik beim Bau des Trianel Windparks Borkum im Großeinsatz. Nach Tests an Land und ersten Tests auf See im August 2011 kommt sie ab Baubeginn zum Einsatz. |
| 1. September 2011 Beginn der Bauarbeiten. Erster Rammschlag auf See: Die Jack-Up-Barge „Goliath“ rammt die ersten Pfähle für die Fundamente in den Meeresboden. |
| März 2012 AREVA übergibt in Bremerhaven die ersten 20 von 40 Windkraftanlagen an Trianel. Ein halbes Jahr nach Baustart hat die Jack-Up-Barge „Goliath“ die Pfähle an 35 der 40 Standorte in den Meeresboden gerammt. |
| Juni 2012 Alle 120 Pfähle sind gerammt, die ersten Tripods werden ins Baufeld gebracht. TenneT kündigt an, dass sich der Netzanschluss um vier bis fünf Monate verzögert. |
| September 2012 In Bremerhaven hat der Abtransport der 40 Windkraftanlagen für den Trianel Windpark Borkum begonnen. Die Gondeln, die Rotornaben sowie die Turmsegmente werden auf dem Seeweg ins niederländische Eemshaven transportiert, den Basishafen für die Errichtung der Anlagen auf offener See. |
| Oktober 2012 19 der 40 Tripods sind auf dem Meeresboden verankert. Wegen Verzögerungen beim Netzanschluss, bei der Fertigung der Tripods und bei der Umspannplattform wird die Errichtung der Anlagen verschoben. |
| Anfang 2013 Nach der Winterpause werden die Fundamentarbeiten fortgesetzt. Die Unterkonstruktion (Jacket) für die Umspannplattform wird ins Baufeld gebracht und aufgestellt. |
| April 2013 Das Schwerlastschiff „Oleg Strashnov“ setzt die parkinterne Umspannplattform in rund 20 m Höhe über dem Meeresspiegel auf. Alle 40 Tripods sind aufgestellt, die Fundamente des Windparks sind fertig. |
| Juli 2013 Das Errichterschiff MPI Adventure beginnt mit der Errichtung der 40 Windkraftanlagen. Am 27. Juli 2013 steht die erste Anlage im Windpark. |
| Juni 2014 Nach knapp elf Monaten sind alle 40 Windenergieanlagen errichtet. Weil der Netzanschluss noch fehlt, können sie noch keinen Strom einspeisen. |
| Dezember 2014 Am 23. Dezember ist der Windpark über die Konverterplattform DolWin alpha von TenneT dauerhaft mit dem Festland verbunden. |
| Februar 2015 Nach rund zweijähriger Netzanschlussverzögerung geht die erste Anlage in den Probebetrieb; die übrigen werden schrittweise zugeschaltet. |
| Juli 2015 Alle 40 Anlagen sind aufgeschaltet und im Probebetrieb. |
| 1. September 2015 NRW-Umweltminister Johannes Remmel nimmt den Trianel Windpark Borkum gemeinsam mit Trianel und den beteiligten Stadtwerken offiziell in Betrieb. Der Windpark produziert mit voller Leistung. |
