Parkübersicht

Tripod

Mit den dreibeinigen Fundamenten (Tripods) sind die Windkraftanlagen fest auf dem Meeresboden verankert. Die bis zu 900 Tonnen schweren und bis zu 50 Meter hohen Stahlkonstruktionen wurden mit jeweils 30 bis 40 Meter langen Stahlrohren mit einem Durchmesser von rund 3 Metern, den sogenannten Piles, am Meeresboden „festgenagelt“. Dabei wurden im sogenannten Prepiling-Verfahren erst die bis zu 100 Tonnen schweren Stahlrohre mittels einer Rammschablone exakt an den entsprechenden Stellen auf dem Meeresgrund platziert und jeder Pile mit bis zu 3.000 Hammerschlägen eingerammt. Anschließend wurden die Tripods millimetergenau auf die Stahlnägel gesetzt. Insgesamt wurden für das Fundament des Windparks, bestehend aus 40 Tripods und 120 Stahlnägeln, rund 48.000 Tonnen Stahl verbaut.

Blasenschleier

Bei den Rammarbeiten zur Verankerung der Tripods kam zum Schutz der Meeressäuger der Blasenschleier im Trianel Windpark Borkum erstmalig großtechnisch zum Einsatz. Ein perforierter Schlauch wird ringförmig um die Baustelle gelegt und mit Pressluft gefüllt. Die ausweichenden Luftblasen erzeugen im Wasser einen Vorhang, der den bei den Bauarbeiten entstehenden Schall minimiert. Der Trianel Windpark Borkum ist der erste Offshore-Windpark, der den von den Behörden geforderten Grenzwert eingehalten und damit den Schutz der Meeressäuger umgesetzt hat

40 Windkraftanlagen

Die erste Ausbaustufe des Windparks besteht aus 40 Windkraftanlagen des Typs AREVA M5000 mit einer Gesamtleistung von 200 MW. Jedes Windrad hat eine Leistung von 5.000 Kilowatt. Die Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 148 Metern, von der Wasserlinie bis zur Blattspitze, bestehen aus einer Gondel, dem Rotorstern und dem Turm. In 90 Meter Höhe über dem Meeresspiegel beherbergt die rund 200 Tonnen schwere Gondel mit dem Getriebe, dem Rotorlager und dem Generator die wesentlichen technischen Anlagen zur Energieumwandlung. Der Rotorstern hat einen Gesamtdurchmesser von 116 Metern und überstreicht damit einer Fläche von rund anderthalb Fußballfeldern. Bei der Drehung des Rotorsterns wird die Energie des Windes zunächst in mechanische Energie und anschließend im Generator in elektrische Energie umgewandelt. Die Windkraftanlagen sind für Windgeschwindigkeiten bis zu 25 m/s ausgelegt, das entspricht der Windstärke 10. Bei voller Leistung drehen sich die Rotoren mit einer Blattspitzengeschwindigkeit von rund 320 km/h etwa 15 Mal in der Minute um die eigene Achse.

Trianel Umspannplattform

Die parkinterne Umspannplattform ist die „Steckdose“ des Windparks. Auf zwei Decks beherbergt die haushohe Umspannplattform 20 Meter über dem Meeresspiegel die Transformatoren zur Umspannung des erzeugten Stroms. Zwei Großtransformatoren wandeln den produzierten Strom von der 33-kV-Spannungsebene auf die zur Übertragung zum Netzanschluss benötigte Spannung von 155 kV um. Beide Trianel Windparks Borkum I und II teilen sich die Umspannplattform.

Netzanschluss (TENNET)

Die Konverterplattform DolWin alpha mit einer Kapazität von 800 MW ist das Herzstück der Offshore-Netzanbindung DolWin 1 des Netzbetreibers TenneT. Mit einer Höhe von 42 Metern und einer Grundfläche von rund 2.600 m² gehört sie zu den größten Bauwerken in der Nordsee. Das Installationsgewicht der Plattform beträgt rund 9.300 Tonnen. Hier wird der im Trianel Windpark Borkum produzierte Drehstrom in Gleichstrom umgewandelt und anschließend über ein 75 Kilometer langes Seekabel an Land transportiert. Über eine weitere 90 Kilometer lange Landtrasse gelangt der Windstrom zur Konverterstation Dörpen West.

Konverterstation Dörper West

In der Konverterstation Dörpen West im Emsland wird der Gleichstrom vom Netzanschluss in der Nordsee wieder in Drehstrom umgewandelt und schließlich in das Übertragungssnetz eingespeist.