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Jobmotor Offshore-Windindustrie

Nach der „Leitstudie 2050“ des Bundesumweltministeriums von 2008, könnten die erneuerbaren Energien schon im Jahr 2030 den deutschen Strombedarf zu 50 Prozent decken. Ein knappes Drittel soll allein von Offshore-Windparks erzeugt werden. Die Bundesregierung unterstützt den Ausbau der Offshore-Industrie und gab mit der EEG-Novelle 2009 den endgültigen Startschuss. Bis 2030 sollen insgesamt 25.000 Megawatt installiert werden. Damit wird die Windenergienutzung auf dem Meer dann so viel Strom liefern, wie keine andere erneuerbare Energiequelle in Deutschland.

Neue Logistikkonzepte für den Aufbau, Betrieb und die Wartung solcher Anlagen sind gefordert. Die Industrie reagiert und die Anlagenbauer für Windenergie wachsen. Beispielsweise entstehen entlang der Küsten zusätzliche Fertigungskapazitäten für den Bau. Das sorgt für neue Arbeitsplätze. Nicht nur die küstennahen Regionen profitieren. In einem Windrad werden ca. 3000 Tonnen Stahl verbaut. Alt eingesessene Unternehmen wie die Dillinger Hütte oder die zum Salzgitter-Konzern gehörende Ilsenburger Grobblech profitieren davon. Laut Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) sind zudem fünf der weltweit führenden Getriebezulieferer für Windkraftanlagen in Nordrhein-Westfalen beheimatet.

Weiterhin rechnet der Bundesverband für WindEnergie mit einem positiven Arbeitsmarkteffekt. Auf den Internetseiten des BWE ist zu lesen, dass man für den Bereich der Investition in neue WEA mit einem Faktor von 12,1 Beschäftigten pro Mio. Euro Umsatz rechnen kann. Der würde sich ergeben aus dem durchschnittlichen Umsatz pro Arbeitsplatz im Maschinenbau (ca. 150.000 Euro) und einem vorsichtig geschätzten Aufschlag von 60 Prozent für indirekte Effekte. Diese Annahmen würden gestützt durch aktuelle Untersuchungen mit Input-Output-Analysen des statistischen Bundesamts. 

Die Offshore-Windenergienutzung ist damit ein wahrer Jobmotor für Deutschland. Europaweit sollen bis 2030 nach Schätzungen der EWEA rund 215.000 Menschen allein in der Offshore-Windindustrie beschäftigt sein. Um der hohen Nachfrage nach qualifiziertem Nachwuchs im Bereich erneuerbare Energien zu begegnen, haben sich daher maßgeschneiderte Qualifizierungsangebote von der Aus- und Weiterbildung zum Servicetechniker für Windenergieanlagen bis zum Masterstudiengang für Ingenieurinnen und Ingenieure entwickelt.

Sehr gute Aussichten für die Zukunft - für Mensch und Natur.