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Ökologische Begleitforschung am Offshore-Testfeldvorhaben „alpha ventus”

Umweltverträglichkeit

Gewöhnlicher Schweinswal (Phocoena phocoena)

Lebensraum Nordsee

Oberstes Gebot bei der Errichtung und während des Betriebs von Offshore-Windenergieanlagen (OWEA) ist der Schutz von Flora und Fauna. Die Windenergienutzung auf dem Meer unterliegt zahlreichen Richtlinien und Gesetzen. Im Genehmigungsverfahren für OWEA, welches vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) durchführt wird, ist die Umweltverträglichkeitsprüfung ein zentraler Baustein.

Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet)

Generell liegen alle genehmigten Offshore-Windparks aus Gründen des Naturschutzes und des Tourismus weit draußen vor der Küste. Hierbei handelt es sich um die 12-Seemeilengrenze, diese wird auch als sog. AWZ (Ausschließliche Wirtschaftszone) bezeichnet. Das Areal des Trianel Windpark Borkum liegt in der Nähe des FFH-Gebiets Borkum Riffgrund. Eine ausführliche Umweltverträglichkeitsuntersuchung im Rahmen des Raumordnungsplanes kam zu dem Ergebnis, dass unter der Berücksichtigung schadensbegrenzender Maßnahmen die Errichtung von Windenergieanlagen keine negativen Auswirkungen auf das FFH-Gebiet hatte.

Keine nachhaltige Belastung

Während der Bauarbeiten am Windpark kam es zu kurzfristigen Belastungen der Meeresfauna und -flora. Verursacht wurden diese durch Geräusche (Rammarbeiten) und Sedimentaufwirbelungen bspw. bei der Errichtung der Fundamente (Tripods) und bei der Verkabelung am Meeresboden. Zu erhöhten Lärmbelastung unter Wasser kam es begrenzt auf kurze Zeitspannen am Tag. Durch den Einsatz schallmindernden Techniken (Blasenschleier) und einer umsichtigen Vorgehensweise, wurden nachhaltigen Störungen etwa von Fischen, Schweinswalen, Robben und Seehunden vermieden. Eine dauerhafte Schädigung oder gar Verdrängung von Lebewesen konnte damit großräumig ausgeschlossen werden, was begleitende Studien belegen.